Folgender Beitrag entstammt einer Diskussion darüber, wie man die Anforderungen Fixpreis, Fixfeature und Fixdatum mit Scrum vereint bekommt:
Das Grundproblem ist doch, dass man an etwas festhält, was nachweislich nicht funktioniert (IT-Projektplanung à la MS Project). Nun kommt jemand mit einer neuen Idee (Scrum) und plötzlich beginnt großes Wehklagen, dass das ja alles nicht funktionieren könne, schließlich will man ja den alten Zustand behalten (wohlwissend, dass der nicht funktioniert). Irgendwie merkwürdig
Aber mit derart philosophischen Ansichten kommt man wohl nicht weiter. Ich hab lange Zeit die Idee hinter Scrum nicht verstanden, jetzt hab’ ich das Problem, dass ich die Idee wohl verstanden habe, aber genauso mit der “bösen” realen und an alten Konventionen festhaltenden Welt konfrontiert werde, wie meine Vorredner.
Lösungen hab ich auch noch keine – nur ein paar Gedanken:
Ein nach Scrum geführtes Projekt, wird am Ende für beide Seiten, Kunde und Auftragnehmer das bessere Ergebnis bringen.
Es geht darum, dem Kunden und dem Auftragnehmer die Angst vor dem Wechsel zu nehmen. Das ist ein normaler Prozess, aber genau hier sehe ich Defizite in der Scrum Community. Mir fehlt es an konkreten Handlungsvorschlägen, wie ich alle Beteiligten in der Realität mitnehme und als “Techniker” fehlt mir ein wenig der Einblick, was man mit Kunden aushandeln kann und was nicht.
Was ich weiss ist, wenn ich mir einen Handwerker ins Haus hole, dann macht der mir einen Kostenvoranschlag (für Standardtasks) und dennoch geht es oft genug daneben. Was passiert dann? Ich muss mehr bezahlen, schließlich war es ja nur ein Kostenvoranschlag. Irgendwie merkwürdig, dass man gerade in einer Branche, die mit einem sehr niedrigen Anteil an Standardtasks daherkommt, wesentlich fixierter ist…
Heiko Uncategorized