Archiv

Archiv für Juli, 2008

Nokia Test ist unvollständig

30. Juli 2008

Boris Gloger hat auf seinem Blog die Wichtigkeit des Nokia Tests betont.

Quelle: scrum4you.wordpress.com

Um es provozierend auszudrücken: für mich ist der Nokia Test nicht vollständig. Er beschränkt sich zu sehr auf die technische Seite von Scrum. Zwei wichtige Fragen fehlen:

Enthält unser Backlog eine Vision?
Schafft dieses Vision einen nachhaltigen Businessvalue?

Ohne diese Fragen ist für mich Scrum nicht vollständig, sondern nur eine weitere technische Methode, Software Entwicklung zu organisieren. Mit diesen Fragen wird Scrum zu dem was es eigentlich sein sollte – eine Business Philosophie (inkl. praktischer Umsetzung).

so long…

Heiko Uncategorized

Post-Its

28. Juli 2008

Für alle, die denken, dass 100 Post-Its am Taskboard etwas Besonderes wären:

Heiko Uncategorized

Wenn die Tasks zu groß sind…

18. Juli 2008

Für ein Problem das über lange Zeit präsent war, hat Boris in einem Training eine sehr gut Lösung gezeigt.

Oftmals hat das Team Probleme, die Tasks soweit herunter zu brechen, dass sie kleiner als ein Tag sind. In der Vergangenheit haben sich bei uns über einen langen Zeitraum 5 Tage Tasks eingeschlichen. Die Diskussionen in der Sprintplanning Sitzung können wirklich nervtötend sein und enden gerne in der Weigerung, den Task zu verkleinern – schließlich geht das nicht.

Dabei hilft folgendes Vorgehen:

1) Der große Task wird in der Sprint Planning Sitzung akzeptiert

2) Irgendwann geht der Task in Progress

3) am nächsten Daily wird er nicht fertig sein – also bittet man das Teammitglied einen Punkt auf das Post-it zu machen.

4) im nächsten Daily wird das Gleiche wieder passieren. Nun fragt der Scrum Master “Erzähl mal, was Du gerade so tust” -> im Normalfall muss man dann nur noch mitschreiben und die Aufzählung, die in den meisten Fällen kommen wird, auf Post-its bannen. Den alten, großen Zettel kann man dann entfernen.

Problem gelöst.

Achso – nachdem ich das einen Sprint lang gemacht habe (und dafür die Sprint Burndown Chart geopfert habe), kam in der Retro die Idee auf, dass man Tasks im Sprint Planning doch kleiner zerlegen könnte ;)

Heiko Uncategorized

immer wieder Sonntags…

13. Juli 2008

zuhause – irgendwie gibt es 1000 Dinge zu tun. Steuererklärung ist schon lange überfällig, die private Webseite müsste mal wieder überarbeitet werden, Photos von den Kindern sortieren und der Balkon müsste auch mal wieder gerichtet werden. Öhm – und was sind das eigentich für braune Dinger da in der Ecke, standen da nicht mal Pflanzen?

Ja… dann fang’ ich mal an. Aber womit? Achja, ich wollte doch noch nach dem neuen Telefon im Internet schauen, hey hier gibt es einen neue Vertragsart, hmm, eigentlich könnte ich doch mal die Telefonverträge überarbeiten…

Arbeit ohne Ende, auch im privaten Umfeld. Und was passiert? Am Ende macht man etwas anderes, schafft sich dabei nur noch mehr Arbeit und die “alte” Arbeit bleibt liegen.

Was sucht der Beitrag hier? Scrum für das Privatleben? Warum nicht. Aber das ist nicht die Absicht für den Beitrag hier.

Es soll ein Beispiel dafür sein, wie wichtig die Stories, deren Priorisierung, sowie das Abarbeiten in der richtigen Reihenfolge ist. Nur durch das einfache Fokusieren auf bestimmte Tasks verbessere ich meine Effizienz. Leider Fokusiert der Mensch nicht von alleine. Daher brauchen wir einen Prozess, der beschreibt, wie das funktioniert… Scrum.

Heiko Uncategorized

Fixpreis, Fixfeature, Fixdatum…

7. Juli 2008

Folgender Beitrag entstammt einer Diskussion darüber, wie man die Anforderungen Fixpreis, Fixfeature und Fixdatum mit Scrum vereint bekommt:
Das Grundproblem ist doch, dass man an etwas festhält, was nachweislich nicht funktioniert (IT-Projektplanung à la MS Project). Nun kommt jemand mit einer neuen Idee (Scrum) und plötzlich beginnt großes Wehklagen, dass das ja alles nicht funktionieren könne, schließlich will man ja den alten Zustand behalten (wohlwissend, dass der nicht funktioniert). Irgendwie merkwürdig :)

Aber mit derart philosophischen Ansichten kommt man wohl nicht weiter. Ich hab lange Zeit die Idee hinter Scrum nicht verstanden, jetzt hab’ ich das Problem, dass ich die Idee wohl verstanden habe, aber genauso mit der “bösen” realen und an alten Konventionen festhaltenden Welt konfrontiert werde, wie meine Vorredner.

Lösungen hab ich auch noch keine – nur ein paar Gedanken:

Ein nach Scrum geführtes Projekt, wird am Ende für beide Seiten, Kunde und Auftragnehmer das bessere Ergebnis bringen.

Es geht darum, dem Kunden und dem Auftragnehmer die Angst vor dem Wechsel zu nehmen. Das ist ein normaler Prozess, aber genau hier sehe ich Defizite in der Scrum Community. Mir fehlt es an konkreten Handlungsvorschlägen, wie ich alle Beteiligten in der Realität mitnehme und als “Techniker” fehlt mir ein wenig der Einblick, was man mit Kunden aushandeln kann und was nicht.

Was ich weiss ist, wenn ich mir einen Handwerker ins Haus hole, dann macht der mir einen Kostenvoranschlag (für Standardtasks) und dennoch geht es oft genug daneben. Was passiert dann? Ich muss mehr bezahlen, schließlich war es ja nur ein Kostenvoranschlag. Irgendwie merkwürdig, dass man gerade in einer Branche, die mit einem sehr niedrigen Anteil an Standardtasks daherkommt, wesentlich fixierter ist…

Heiko Uncategorized